Kameradschafts-Schitourenausflug in die Ramsau am Dachstein

Erstellt: Mittwoch, 25. März 2015

Am heurigen Schitourenausflug (20. - 23. März 2015) der Ortsstelle Hohe Wand nahmen fünf Kameraden teil. Als Ziel wählten wir die Dachstein-Region, genauer gesagt die Ramsau am Dachstein.

Am Anreisetag stand gleich ein Höhepunkt auf dem Programm: „die“ Freeride-Abfahrt am Dachstein, das Edelgrieß lockte!

Nach kurzem Zustieg und Querung durch den Rosemariestollen standen wir im Sonnenschein am Einstieg, nur begleitet von wenigen Mitbewerbern auf die Abfahrt. Nach der steilen Einfahrt mit mäßigen Verhältnissen wurde die breite Rinne nach unten hin immer besser und bot über weite Teile eine gute, unten sogar sehr gute Firnabfahrt in spektakulärer Umgebung. Zufällig trafen drei über eine Variante abfahrende Kameraden auf einer Alm unsere Pressereferentin – die Welt ist ein Dorf.

Am Samstag dann war ein früher Start angesagt, da nachmittags eine Kaltfront eintreffen sollte. Auf dem Plan stand die klassische Tour „über den Stein“ zum Guttenberghaus mit anschließender Abfahrt bis in die Ramsau. Nach einem kurzen Ausflug in die steile Ostflanke des Kleinen Gjaidsteins ging es im stetigen Auf und Ab über die weite Hochfläche, ab und zu mit einer guten Zwischenabfahrt gewürzt und immer wieder neue Ausblicke erschließend. Das Wetter, das anfänglich rasch eingetrübt hatte, zeigte sich tagsüber lange von der sonnigen und windstillen Seite.

In der Feisterscharte angekommen, entschieden sich zwei von uns für ein Gipfelgang auf den Sinabell, während der Rest unterhalb des Guttenberghauses eine Zwischenrast einlegte. Am Gipfel gab es – nach den Ortsstellen Reichenau und Obertraun bereits am Freitags bzw. vormittags – ein weiteres ungeplantes, dafür umso erfreulicheres Bergrettungstreffen mit der Ortsstelle Hallstatt!

 

Die Abfahrt vom Guttenberghaus führte dann ohne eine Gegensteigung bis zum im Ort parkenden Bus zurück und war nahezu perfekt: über hunderte Höhenmeter allerfeinster Firn, lediglich im untersten Teil tiefer Sulzschnee, optimal!

Der Abschlusstag startete mit dem Ausblick auf weiße Flächen – es hatte in der Nacht geschneit und war stark nebelig. Da wir das vermutet hatten, war unser Plan das Schlechtwetter-Ausweichziel Eiskarlschneid.

Nach einer kurzen Strecke auf einer Forststraße folgten wir nicht einer Großgruppe weiter talein, sondern wandten uns der „Roten Rinne“ auf den Rettenstein zu. Dieser folgten wir bis unter den Gipfelaufbau, wo die Hangneigung und einige frische Rutsche uns bewogen, seitlich auszuqueren und einen kleinen Felsgipfel als unser Tagesziel auszuwählen: die Abfahrt durch die unverspurte, gleichmäßig steile Rinne lockte, und das zu recht. Über weichen Neuschnee auf tragfähiger Unterlage rauschten wir ins Tal – eine würdige Abschlusstour eines erfolgreichen Wochenendes!

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Bericht: Stefan Pfaffstaller
Foto: beteiligte Kameraden

 

 

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